Weichteilchirurgie: Behandlungen bei Schmerzen, Problemen und Verletzungen der Weichteile

Die Behandlung der Weichteile ist eines meiner Spezialgebiete. Als Wahlarzt biete ich eine chirurgische und nicht-operative Behandlung wie z.B. Mesotherapie oder Manualtherapie zur Behandlung bzw. Linderung der Weichteilbeschwerden.

Infektionen bzw. Abszesse

Infektionen bzw. Abszesse können nach Verletzungen oder auch bei entzündeten Talgdrüsen auftreten. Bei kleineren Abszessen kann mit desinfizierenden Salben oder Zugsalben gearbeitet werden. Bei größeren oder länger bestehenden Infektionen/Abszessen ist die operative Ausräumung notwendig.

Blutergüsse

Blutergüsse können aufgrund einer Blutverdünnung bei sehr starken Weichteilverletzungen auftreten. Diese können ein sehr großes Ausmaß annehmen. In der Regel kann der Körper diese selbst wieder auflösen. Gelingt es ihm nicht, kann sich ein sogenanntes Serom bilden. Bei großen Blutergüssen oder Seromen ist die operative Entfernung notwendig.

Schleimbeutelentzündung

Ein Schleimbeutel hat die Funktion, die mechanische Reibung zwischen zwei Gewebepartnern zu vermindern und dadurch Schäden an diesen zu vermeiden. Unter der Haut liegende Schleimbeutel befinden sich am Ellbogen sowie an der Kniescheibe. Eine Entzündung dieser ist gut sichtbar. „Versteckte“ Schleimbeutel sind z.B. unter der Achillessehne zum Fersenbein hin, unter dem Schulterdach, zwischen dem knöchernen Schulterdach und der Rotatorenmanschette oder auch im Bereich des außenseitigen Hüftgelenks zwischen dem Knochen und der darüberliegenden Faszie.

Zu unterscheiden sind chronische und akute Infektionen. Chronische Infektionen entstehen durch immer wieder auftretende Reizung des Schleimbeutels, häufig im Bereich der Achillessehne oder unter dem Schulterdach. Akute Schleimbeutelentzündungen können durch einen Sturz auf das Gewebe ausgelöst werden. Hier kann es zu Einblutungen kommen. Dies passiert relativ häufig im Bereich des Ellbogens oder der Kniescheibe. Sowohl aus einer chronischen als auch aus einer akuten Entzündung kann sich eine eitrige Entzündung des Schleimbeutels entwickeln. Die offenen Schleimbeutelentzündungen sind natürlich leicht zu sehen. Die „versteckten“ Schleimbeutelentzündungen benötigen einen Ultraschall oder eine MRT-Untersuchung zur Diagnostik.

Die Schleimbeutelentzündung verursacht in der Regel Schmerzen. Schmerzlose Entzündungen bzw. Schwellungen können im Bereich der Kniescheibe und des Ellbogens entstehen, da hier der Schleimbeutel Platz zum Ausbreiten hat. Unter dem Schulterdach oder hinter der Achillessehne ist der Platz sehr gering, deshalb bewirkt hier eine Größenzunahme auch Schmerzen.

Die Therapieoptionen sind vielfältig und gehen von Punktion, Infiltration, Ultraschall, Lasertherapie, Stoßwellenbehandlung bis hin zur operativen Entfernung des Schleimbeutels. Eitrige, akute Infektionen sind oft ein Notfall und müssen möglichst schnell operativ versorgt werden, um Schäden am umgebenden Gewebe zu vermeiden.

Eingewachsener Zehennagel

Der eingewachsene Zehennagel (Unguis incarnatus) ist eine sehr schmerzhafte Veränderung. Durch antientzündliche Bäder und medizinische Fußpflege können in manchen Fällen die Beschwerden gebessert werden. Nach Ausschöpfen dieser Möglichkeiten ist die sogenannte Nagelkeilexcision in Lokalbetäubung eine sichere und relativ einfache operative Versorgung.

Hauttumore

Hauttumore ("Gewächs", z.B. Muttermale, Hühneraugen, Warzen) können am gesamten Körper auftreten. In der Regel sollten sie entfernt werden, um ein Entarten (Bösartigwerden) zu vermeiden. Vor allen Dingen wichtig ist die Entfernung bei Wachstum des Hauttumors, bei Blutungen oder auch bei Angst vor bösartigen Tumoren.

Weichteiltumore

Weichteiltumore ("Gewächs") können am gesamten Körper auftreten. Typisch sind zum Beispiel Lipome (Fettgewebstumore), die häufig im Schulterblattbereich sowie an den Unterarmen auftreten. Diese können bei Beschwerden oder bei störender Optik operativ entfernt werden.
Weit verbreitet sind auch kleine Tumore wie Talgzysten, die vor allem am Kopf vorkommen. Diese entzünden sich recht häufig und müssen ebenfalls operativ entfernt werden.

Nach Verletzungen mit Fremdkörpern, häufig an der Hand, entstehen manchmal sogenannte Granulome, in denen noch Reste des Fremdkörpers enthalten sind. Diese können wachsen, auf umgebende Strukturen wie Nerven oder Gefäße drücken und/oder Schmerzen verursachen. Deshalb sollten auch sie operativ entfernt werden.

Allgemeine Informationen zu den Weichteilen

Als Weichteile bezeichnet man alle Anteile des Körpers, die nicht aus Knochen und Knorpel bestehen und keine inneren Organe sind.

Weichteilgewebe

  • Bindegewebe (inklusive darin enthaltener Gefäße und Nerven)
  • Muskeln
  • Fettgewebe
  • Haut
  • Schleimbeutel