Stoßwellentherapie / NESWT bei Dr. Mattheis in Linz

Bei entzündlichen, schmerzhaften Veränderungen am Bewegungsapparat wie z.B. dem Tennisellenbogen, der Kalkschulter, dem Fersensporn und noch vielen anderen Indikationen ist die niederenergetische extrakorporale Stoßwellentherapie eine sehr gute Therapiemöglichkeit, v.a. um die Schmerzsituation schnell und deutlich zu bessern.

Die Erfolge und der Wirkungsmechanismus der Stoßwellentherapie sind seit Jahrzehnten ausführlich untersucht worden.
Ab Anfang der 1990er-Jahre wurde die ESWT (Extrakorporale Stoßwellentherapie) in der Orthopädie angewandt.

Unser Gerät für die Stoßwellentherapie

Formen der Stoßwellentherapie

Die hochenergetische Stoßwellentherapie ist in der Regel in einer Narkose durchzuführen, da sie wie der Name schon sagt mit sehr hohen Energien arbeitet und dadurch auch schmerzhaft ist. Sie wird hauptsächlich bei Knochenheilungsstörungen angewandt.

Die niederenergetische Stoßwellentherapie ist ohne Betäubung durchführbar. Allerdings empfehle ich meinen Patienten in der Regel, vorher ein Schmerzmittel, wie z.B. NSAR (z.B. Voltaren oder Seractil), einzunehmen. Die niederenergetische Stoßwellentherapie ist problemlos ambulant anzuwenden. Nach der Behandlung kann der Patient wieder in den normalen Alltag zurückkehren. In manchen Fällen wird von mir eine kurzzeitige (ein bis zwei Tage dauernde) Schonung für die betroffene Extremität empfohlen.

Des Weiteren muss bei der niederenergetischen Stoßwelle zwischen der fokussierten und der radiären Stoßwelle unterschieden werden. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um Unterschiede in der Eindringtiefe ins Gewebe durch die Stoßwelle. Prinzipiell wird bei der radiären Therapie eine Eindringtiefe von 4 Zentimetern erreicht. Dies reicht in der Regel für die meisten unfallchirurgischen und orthopädischen Indikationen.

Wie funktioniert die Stoßwellentherapie?

Ohne auf die genauen physikalischen Hintergründe einzugehen ist vereinfacht zu sagen, dass durch die mechanische Stoßwelle Zellen, Mitochondrien (Teile der Zellen) oder Kalkablagerungen in Zellen verändert bzw. angeregt oder aufgelöst werden können. In weiterer Folge kommt es dann entweder zu einer Regeneration des Gewebes, oder das entzündete, schmerzhafte Gewebe stirbt ab (Zelluntergang) und wird von den sogenannten Fresszellen „abgeräumt“. Zusätzlich kommt es durch die Stoßwelle zur Anregung von Stammzellen und Wachstumsfaktoren, die die oben genannten Mechanismen unterstützen und auch das abgestorbene Gewebe ersetzen können. Des Weiteren wird auch der Stoffwechsel des Gewebes aktiviert. Dies geschieht auch durch die Neubildung von Blutgefäßen und durch eine verbesserte Durchblutung des Gewebes.

Ein weiterer Effekt der Stoßwellentherapie ist die Schmerzwirkung. Eine Theorie der Schmerzminderung diskutiert die Blockierung der Reizung von Schmerzrezeptoren, die damit auch die Schmerzweiterleitung verhindert. Auf der anderen Seite werden auch Veränderungen der Zellmembranen diskutiert, die die Energieweiterleitung, also die Weiterleitung des Schmerzes, verhindern.

Indikationsbereiche für die Stoßwellentherapie

Es gibt viele Indikationsbereiche für die Stoßwellentherapie. Ob eine fokussierte oder radiäre Stoßwellentherapie sinnvoller ist, muss in jedem einzelnen Fall abgewogen werden. Die bekanntesten Indikationen für eine Stoßwellentherapie sind (von Kopf bis Fuß):

  • Kalkschulter
  • Einklemmungssyndrom / Impingementsyndrom der Schulter
  • Tennisellenbogen, Golferellenbogen
  • Ansatzentzündung der Kniescheibensehne / Patellaspitzensyndrom
  • Ansatzentzündung der Achillessehne, Entzündung der Achillessehne selbst
  • Plantarfascitis / Fersensporn an der Fußsohle
  • Des Weiteren kommt die Stoßwellentherapie zur Anwendung bei Knochenmarksödemen (Bone Bruise), z.B. am Schienbeinkopf, am Sprungbein, … In der Regel werden hier überlastungsbedingte, schmerzhafte Knochenmarksödeme behandelt.

Die Stoßwellentherapie wird durchgeführt

Wie oft wird die Stoßwellentherapie angewendet?

Bei der radiären Stoßwellentherapie werden meist drei, manchmal bis zu fünf aufeinanderfolgende Behandlungen durchgeführt. Zunächst wird der Schmerzpunkt lokalisiert und mit dem Gerät „bearbeitet“, und dann wird in einem weiteren Schritt auch das umgebende Gewebe, allerdings mit einer anderen Einstellung (Frequenz / „Energie“) mit der Stoßwelle gelockert.

Bei der fokussierten Stoßwellentherapie sind in der Regel zwei Behandlungen ausreichend.
Die Entscheidung, ob eine radiäre oder fokussierte Stoßwellentherapie für Sie sinnvoll ist, wird nach einer Untersuchung, der entsprechenden Diagnostik und in unserem gemeinsamen Beratungsgespräch getroffen.

Die Wirkung der Stoßwellentherapie

Nach der Stoßwellentherapie ist in der Regel eine relativ schnelle, oft sogar sofortige Schmerzreduktion oder Schmerzfreiheit vorhanden. Allerdings kann es einige Tage nach der Stoßwelle (in der Regel 5 bis 10 Tage) aufgrund der oben genannten Gewebemechanismen zu einem kurzzeitigen nochmaligen Auftreten oder Verstärken der Beschwerden kommen. Diese Situation bessert sich dann aber im weiteren Verlauf schnell wieder. Da die oben genannten Gewebemechanismen mit Reparation oder Abräumen des „schlechten“ Gewebes natürlich Zeit brauchen, ist eine endgültige Beurteilung des Effekts der Stoßwellentherapie erst nach 6 bis 8 Wochen möglich.

Stoßwellentherapie in meiner Ordination in Linz

In meiner Ordination in Linz biete ich Ihnen die Möglichkeit der Stoßwellentherapie mit einem der modernsten Geräte der Firma Storz. Die Stoßwellentherapie kommt zur Anwendung bei verschiedenen Erkrankungen des Bewegungsapparates, wie z.B. der häufig vorkommenden Kalkschulter, der Ansatzentzündung am Ellbogen (Tennis- oder Golfer-Ellbogen), der Ansatzentzündung der Achillessehne (Achillodynie), der Ansatzentzündung der Kniescheibensehne (Patellaspitzensyndrom) oder auch bei schmerzhaften Veränderungen der Muskulatur, Sehnen oder der Gelenkskapsel.

Zur Optimierung kann zusätzlich auch eine Mesotherapie oder eine Eigenbluttherapie (ACP-Therapie) sinnvoll sein. Dies wird von mir gemeinsam mit Ihnen nach einer ausführlichen Untersuchung in einem Beratungsgespräch festgelegt.